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Dienstag, 1. April 2014

Die selbstgebaute Bienenbeute ist endlich fertig!

Die Post-Überschrift sagt es ja schon - die Bienenbeute ist endlich fertig. 
EIne kurze Zusammenfassung für Neuleser: Wir wollen Bienen halten, aber in einer kleinen Bienenbeute. Weil es in dem Maß, in dem wir die Waben mit unseren Bienen bekommen, keine erschwingliche (nicht einmal eine teure) Bienenbeute in der entsprechenden Kompaktheit gab, bauen wir sie einfach selbst

Das wichtigste Element, dass noch fehlte, war der Boden. Er passte ja genau in das innere der Beute rein, allerdings hat es sich herausgestellt, dass die Bienenbeute dann ein paar Millimeter zu flach wäre für Standardrähmchen. Außerdem könnte man den Boden nicht einzeln inspizieren oder säubern, wenn er fest mit dem Rest der Beute verbunden wäre. Also haben wir ihn nicht einfach festgenagelt sondern einen Rahmen genau wie am Deckel gemacht, mit einer Ausnahme: es gibt ein Flugloch.

Hier sieht man die Aussparung im Rahmen, die als Flugloch dienen wird. 



Nachdem dann alles soweit zusammen genagelt war, kam die Holzlasur zum Einsatz.
Von außen ist mit Lasur gestrichen - der Innenraum ist weitestgehend unbehandelt ;)
Natürlich haben wir keinen Pinsel gefunden, jedenfalls keinen, der auch nur annähernd groß genug gewesen wäre. Aber wir sind ja Aquarienbesitzer und so kamen einfach zwei kleine Filterschwämmchen als Alternative zum Einsatz. Es empfiehlt sich, hierbei Gummihandschuhe zu tragen.
Der große Unsinn war übrigens äußerst eifrig dabei.

Damit unsere Bienenkiste nicht direkt auf der Erde steht, sondern leicht erhöht, haben wir noch ein kleines Gestell gebaut.
Bienenbeuten-Erhöhungs-Gestell.
 Die "Tischbeine" sind oben einfach 45° angeschrägt. Dafür haben ich mir von einem Freund eine Stichsäge geborgt, mit der das ganz gut ging. Mit der Handsäge hätte ich vielleicht eine andere Alternative gesucht...
Die "Tischplatte" passt in einen Rahmen an der Unterseite des Bodens der Bienenbeute, sodass sie nicht herunter rutschen kann. Zusätzlich wird das zusammengesteckte Gesamtkonstrukt aber noch von einem Spanngurt fixiert werden.

Ohne Deckel, aber mit Rähmchen.
 Achja, die Rähmchen. Frau Shark hatte heute noch zu gesägt und ich habe dann unter den wachsamen Augen des kleinen Unsinns gehämmert.
Zwischenzeitlich hatte ich ja daran gedacht, nur einen Wabenanfang an der Oberseite der Rähmchen zu befestigen. Nun haben wir uns aber doch dazu entschlossen ganze Mittelwände ein zu ziehen. Normalerweise sind Rähmchen ja mit Drähten bespannt, welche heiß gemacht werden und an denen man die Wachsmittelwände "festlöten" (Imker wären offenbar gern Elektroniker...) kann. Die einfachen Rähmchen, die wir gebaut haben, besitzen selbstverständlich weder Drähte, noch hätten wir gewusst, wie wir die heiß bekommen. Also haben wir versucht, die Wachsplatten direkt am Holz fest zu kriegen. Das kam mir im Kopf noch so einfach vor... Hoffentlich sind unsere Bienen ein wenig gnädig mit dem Interieur.
Hier die komplette Selbstbaubeute.
Endlich ist es geschafft. Wir überlegen einzig noch, die Füße im unteren Bereich zu lackieren, um sie haltbarer zu machen, aber ansonsten ist alles fertig.
Ein Platz für die Bienen wurde inzwischen auch gefunden. Es ist zwar nicht genau der, den Frau Shark gefunden hat, aber er ist ganz in der Nähe. Und es wurde noch ein wenig guerilla gardening betrieben...
Witziger Weise ist es fast dort, wo wir letztes Jahr einen anderen Imker bei der Arbeit gesehen haben, woraufhin Frau Shark die Idee zur Bienenhaltung hatte. Ich denke, dass der Platz ziemlich perfekt ist.

In den nächsten Wochen werden die Bienen kommen, und dann wird sich zeigen wie alles funktioniert.
Auch wenn die Beute keinen Platz für ein großes Wirtschaftsvolk bietet und auch nicht super chic aussieht, so bin ich doch stolz darauf, dass wir es von der Idee bis zur Phase der Umsetzung geschafft haben. Und das ohne größere Probleme.
Ich hoffte ja, dass ein Eigenbau den Einstieg in die Imkerei sehr billig gestalten würde, aber ich denke, ich kann schon sagen, dass das so nicht stimmt. Für Dinge wie Rähmchen und so weiter braucht man eben doch so einige Latten und wir haben insgesamt bestimmt so um die 40 Euro für Holz ausgegeben. Dazu kommt das Bienenvolk für 75 Euro. Und ein paar Dinge an Zubehör, wie z.B. Arbeitshandschuhe, Feger oder auch Fliegengitter für einen selbstgebauten Imkerhut. Zusammen wohl auch 20Euro.
Nicht zu vergessen der Smoker. Das ist eine Art Rauchpumpe, die man zur Beruhigung der Bienen braucht. Den hätte ich wohl lieber selbst gebaut, jetzt wo ich weiß, wie simpel das ist. Stattdessen habe ich ihn für 25 Euro aus der elektronischen Bucht gezogen. Überschlagen steigen wir also für 160Euro ein, und wissen nicht, ob es was wird. Naja.

Aber jetzt wieder mehr Optimismus. Es bleibt dabei - eine kleine Bienenbeute kann man durchaus alleine bauen. Wir freuen uns auf den ersten Honig! Und ich bringe die Kiste wieder zum Creadienstag!

Achtet auf die Haie!

Dienstag, 4. März 2014

DIY: Eine selbstgebaute Mini-Bienenbeute

Wieder ein Post über die selbstgebaute Bienenbeute für den angehenden Hobbyimker. Ich hatte ja hier schon über die Anfänger berichtet, nun geht es weiter. Tatsächlich ist es ja fast ein wenig beschämend, dass ich immernoch nicht fertig bin mit der Kiste, aber ich habe ja noch so manches mehr zu tun und außerdem noch einen Monat Zeit, bis die Bienen kommen.
Und wie schon beim letzten Mal schiebe ich die Kiste zum creadienstag, denn hier wird ja was "geschaffen". ;)

Also, wie ist der Stand? Der äußere Beutenkörper war ja schon fertig, nun ist auch der Deckel da. Wie bereits im ersten Post erwähnt musste ich ja einen kleinen Rahmen bauen, damit der Deckel nicht in die Beute hinein fällt. Das hat sehr gut geklappt. Ich hatte das Holz noch von der Brettern der Seite übrig.

Der "Auflagerahmen" für den Deckel.



Dann kam noch ein innerer "Verschluss-Rahmen" hinzu, der den Deckel halbwegs fest sitzen lässt und die Beute weniger zugig gestaltet. Er wurde einfach in der Größer der Beuteninnenmaße an den Auflagerahmen genagelt. Hierfür habe ich noch eine dünne (1cm x 2cm) Leiste gekauft. Aus dem Rest habe ich dann die Auflage für die Rähmchen im Inneren der Beute gesägt. Wow, ich hätte "Bilderrahmenmacher" werden sollen.

Hier sieht man den "Verschlussrahmen" aus den dünnen Leisten. In der Beute ist die Auflageleiste zu sehen.


Daneben sind dann natürlich noch die Rähmchen zu fertigen. Insgesamt passen acht Stück in die Beute und die Bienen werden auf vieren geliefert. Die restlichen mache ich selbst. Ich habe mich dabei am Konzept der Bienenkiste orientiert und verdrahte hier nichts.

Mit einfachem Rähmchen im Vordergrund.

So sieht die Kiste dann geschlossen aus:
Geschlossene Bienenanstalt. Aha, ich bin noch nicht fertig.
Man erkennt sofort, zwei ganz wesentliche Details:
Erstens - ich bin kein begnadeter Tischler. Es hätte aber auch schlimmer kommen können.
Und, fast genauso offenbar, zweitens - es gibt keine Einfluglöcher!
Naja, das mache ich dann vielleicht bis zum nächsten creadienstag ;)
Dann gibt es noch einen Anstrich und ein paar Gedanken zum Standort.

Bis dahin achtet auf die Haie!

Donnerstag, 20. Februar 2014

Selbst ist die Frau!

Jaja, das handwerkliche Geschick ist in unserer Familie mäßig ausgeprägt, mal klappt was, mal nicht. Und irgendwie hat man immer das Gefühl das über Ge- oder Misslingen einer Aufgabe schlicht und ergreifend der Zufall entscheidet.
Ich hatte also eine Idee. Ich wollte meine Nähecke sinnvoll aufhübschen. Typisch Frau. Es soll also praktisch sein und auch funktionieren, dabei ist mir völlig gleichgültig, wie es funktioniert. Ebenfalls typisch Frau. Ein Brett muss her. Und Nägel. Und wo war eigentlich unser Hammer geblieben? Gesucht, gefunden und drauf losgehämmert. Ich habe also ein Brett aus dem Baumarkt (Verschnittrest für 1€!) mitgenommen und darauf Stoff bezogen (der kleinere Unsinn hat mir beim festhämmern der Nägel und Reiszwecken auf der Rückseite übrigens geholfen und hat dabei sehr konzentriert geschaut. Sehr süß!).

Die große Handwerkskunst :D
  Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich meine erste Nähmaschine, sowie allerhand Näh-Zubehör vor einigen Jahren von meiner Oma geerbt bekam und die Sachen erst eine Weile in einer Kiste im Schlafzimmer rumstanden und ich das nun im letzten Sommer erst rauskramte und mich langsam mit der ganzen Näherei befasste. In dieser Nähkiste befand sich auch allerhand Garn. Und ich möchte mich noch mal ganz herzlich für diese Dinge bei ihr bedanken. Ich danke dir Oma, vor allem auch für die schöne Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Ich hoffe, dir geht es gut, dort wo du bist.
Ich habe also insgesamt 80 Nägel in mein bezogenes Brett geschlagen (blindlings, ich dachte, ich versuche einen 5cm-Abstand nach allen Seiten zu wahren, was aber nur mäßig klappte) und die verschiedenen Garnrollen - einigermaßen nach Farben sortiert - darauf verteilt. Ich habe seit dem Nähereistart eine Garnrolle gekauft. So. Und nun ratet mal. Es ist noch ein Nagel frei. Ein Einziger! Der Hammer! Mir kam das schon immer recht viel vor, was da in dem alten Nähkörbchen rumschwirrte, aber 79 Rollen! Darunter auch kleine Schätze wie Seidenfaden für die Maschine oder Gummiband. Und ja, der ein oder andere Faden wird auch schon die Beste Zeit hinter sich haben, aber das werden wir rauskriegen, wenn es soweit ist. Der Stoffbezug ist übrigens ebenfalls aus der alten Nähkiste meiner Oma. Ich fand ihn passend, einfach nur weiß als Hintergrund war mir zu fad und was buntes wollte ich nicht, da ja die verschiedenen Garnrollen genug Farbe reinbringen. Also, warum nicht graue Blumen mit einem gewissen sentimentalen Tatsch.

Typisch Frau eben.

Und hier am fertigen Standort.
Unten links erkennt man übrigens meine Spulensammlung. Fein säuberlich auf wieder verschließbaren Kabelbinder aufgefädelt. Für den Anfang finde ich diese Lösung sehr gut und bin Herrn Shark für die Freigabe der Kabelbinder sehr dankbar. Hier noch mal eine Nahaufnahme.
Und ja, hier erkennt man im Hintergrund, dass ein Nagel nicht mehr so will, wie er soll, aber der hat gleich noch eins drauf bekommen, sodass er nun tapfer die Stellung hält.
In diesem Sinne, ab damit zu RUMS und achtet auf die Haie.


Dienstag, 18. Februar 2014

Die selbstgemachte Mini-Bienen-Beute

So, ich hatte ja schon vom neuen Projekt geschrieben, der Bienenhaltung. Der Frühling kommt langsam um die Ecke und wir machen uns an die Vorbereitungen. Und weil das Bienen-Beuten-bauen so eine kreative Sache ist ;) schiebe ich das zum creadienstag.
Das Holz wurde ja wie berichtet teilweise schon im Baumarkt gesägt. Die restlichen Schnitte habe ich dann unter den wachsamen Blicken des kleinen und großen Unsinns mit dem Fuchsschwanz erledigt.

Geschnittenes Holz.
Zur Probe habe ich es mal zusammengestellt.
 
Vorne offen.

Der Deckel und der Boden sind gleichgroß. Damit der Deckel nicht in die Kiste fällt muss es einen Rahmen geben.
Und ganz zusammengestellt.
Die beiden Leisten, die oben auf dem Deckel liegen sollen dann später Teil des Rahmens werden. Aber es ist ja noch nicht zusammengebaut und daher hält es so noch nicht. Damit der Deckel dann nicht runter rutscht nagele ich einfach passende Stopper an die Unterseite.

An der Innenseite werden links und rechts noch Leisten eingesetzt, sodass die Rähmchen, in denen dann die Waben angelegt werden, eingehangen werden können.

Die Bienenkiste ist genau so groß, dass acht dieser Rähmchen im "Deutschen Normalmaß" (DNM) im so genannten Warmbau reinpassen. Das bedeutet, dass die Waben quer zum Einflugloch angeordnet sind. Beim Kaltbau hingegen werden die Waben längs angeordnet.
In normalen Beuten sind pro Zarge, das ist in der Sprache der Imker eine Etage der Bienenbeute, elf dieser Rähmchen. Ich bleibe mit acht also etwas kleiner, aber ich denke, dass das OK ist. Es gibt auch fertige Minibeuten, die noch kleiner sind als meine.
Ich freue mich schon auf das Zusammennageln.
Danach geht es noch darum ein paar Rähmchen zu bauen. Insgesamt läuft das Bienen-Beuten-Selbstbauen ziemlich gut.

Außerdem habe ich gestern meinen Plan des "guerilla imkerns" ein wenig relativiert. Ich habe nämlich den örtlichen Imkerverein kontaktiert und mal gefragt, wie das Imkerwerden normalerweise so von statten geht.
Mal sehen, was die antworten.


So, das war es auch wieder. Viele Grüße und achtet auf die Haie!