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Montag, 14. April 2014

Balkoponik - Abenteuer auf dem Balkon

Ein Doppelpost, zwei Themen.
Das erste nenne ich: Balkoponik. Aquaponik auf dem Balkon. Ich hatte hier ja schonmal am Rande darüber berichtet.
Unsere Haischule lebt ja in einer normalen Mietwohnung. Wenigstens haben wir einen Balkon. Er ist zwar nicht sehr groß, aber ein paar Grünpflanzen finden ja immer Platz und eine kleine Aquaponik-Anlage ist da kaum raumintensiver.

Die Balkoponik-Anlage.
 Oben wachsen ein paar Obstzwerge. So richtig grün sind sie noch nicht, aber der Johannesbeer-Busch sieht schon ganz gut aus. In der Mitte steht ein Apfel-Zwerg, der erst am Wochenende dazu kam und noch umgetopft werden muss... Zwar sind Frau Shark und ich gegen Äpfel allergisch, aber beide Unsinne essen gerne Äpfel. Außerdem war er für fünf Euro im Super-Sonder-Angebot. Da konnte ich einfach nicht anders. Naja, und dann ist alles noch ein wenig mit hängenden Teelichten (einige sind aus Babygläschen selbst gemacht - hierzu vielleicht mal ein separater Post?) und Solarleuchten aufgehübscht. Am Abend kann man hier sehr gemütlich sitzen und zwar auch schon jetzt - wenn man eine Jacke trägt.

Zurück zum Thema. Im unteren Bereich fällt das Wasserbecken auf, in dem vier Karpfen wachsen sollen. Das Wasser wird permanent durch den Pflanzkasten darüber gepumpt, in dem nur Kies ist und läuft durch das Rohr, das man links sehen kann, wieder an den Grund des Beckens. Hierfür sorgt eine Solarpumpe, die mit einem Bleiakku gepuffert ist. Da die Sonne allerdings noch nicht ausreichend scheint, wird sie mit einem kleinen Gleichstrom-Netzteil versorgt. Letztes Jahr haben wir mit der Balkon-Anlage zu spät gestartet, erst so im August, glaube ich. Daher konnten wir nicht wirklich viel ernten. Dieses Jahr ist es aber offenbar noch etwas zu früh - bei etwa 5-8 Grad Wassertemperatur die Fische sind noch in der Winterruhe.

Schlafende Fische.
Die Aquaponikanlage habe ich schon seit etwa einer Woche in Betrieb, sodass demnächst was keimen sollte. Aber heute haben wir noch ein anderes Abendteuer auf dem Balkon erlebt.
Eigentlich wollten wir ja am Nachmittag raus gehen, wenn ich den große Unsinn von der Kita geholt habe. Da der April mit seinen Wetterkapriolen heute jedoch sein Image pflegen wollte, sind wir nur auf dem Balkon gewesen. Immerhin auch an der frischen Luft.
Jedenfalls haben wir dort Marshmallows geröstet. Solche spontanen Aktionen sind ja immer etwas schwierig mit einem Holzfeuer, insbesondere auf dem Balkon, wo sich die Nachbarn über den Rauch beschweren könnten.
Daher haben wir in einer Metallschale ein Alkoholfeuer angezündet. Zum besseren Schutz der Umgebung und weil es auch etwas netter aussieht, haben wir die Metallschale in eine Tonschale gestellt.
Feuer an - Marshmallow auf einen Stock spießen - los gehts! Also in meinem Fall war der Stock nur ein Essstäbchen. Es hat aber sehr gut geklappt und reichte völlig aus.
Dem Unsinn schmeckte und gefiel es übrigens sehr. Das ist wirklich eine Sache für den Katalog für regnerische Tage.

outdoor feeling - Marshmallows auf dem Balkon
So, genug Abenteuer für einen Tag. Achtet auf die Haie!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Die kleine Kiste ist da!

Endlich wieder ein Aquaponik-Post! Ich freu' mich.
Ich gebe zu, dass ich beim Bloggen zuletzt zu inaktiv war, gelobe aber Besserung. Frau Shark bescheinigt mir ein Winter-Tief und tatsächlich fehlte mir einfach der innere Antrieb zu soo vielen Dingen. Jetzt ist es draußen wieder länger hell und ich stimme mich auf den Frühling ein.

Auf geht’s.
Beim letzten Mal habe ich ja davon berichtet, dass ich endlich eine kleinere Pflanzkiste eingebaut habe, jetzt kommt die etwas ausführlichere Beschreibung.

Schon bei der größeren Box hatte ich zuletzt nicht nur Seramis als Substrat verwendet. Ich hatte es beim ersten Versuch so gemacht, aber bald gemerkt, dass der Wasseraustausch in dem Substrat nicht gut genug war, sodass sich an weiten Teilen einfach Staunässe bildete. Ich habe das dann korrigiert, indem ich alles entnahm, unten eine Schicht größerer Steine mit einem Durchmesser zwischen 3 und 6cm und erst darüber das Seramis einfüllte. Das funktionierte auch ziemlich gut – das Wasser konnte sich unten sehr gut verteilen und wurde dann durch das Seramis nach oben gedrückt.

Es sollte sich jedoch herausstellen, dass es unglaublich aufwändig ist, die Steine wieder von dem Seramis zu trennen. Meine Güte! Aber es half nichts – schließlich wollte ich es bei der neuen, kleineren Kiste wieder schichten und somit musste ich zunächst die Steine aussammeln:
Vor dem Abbauen und Steinsortieren...



… und während dessen.
 
Auf dem zweiten Bild sieht man den Überlauf sehr gut und kann das Prinzip nocheinmal gut nachvollziehen: Das Wasser wird in Bodennähe eingelassen und steigt durch den Ton zum Überlauf. Moment, hatte ich das schon erwähnt?! ;)

Dann ging es daran, die neue Kiste zu bestücken.

Die "Drainagesteine"
 
Das ist die untere Schicht mit den etwas größeren Steinen. Darüber kommt dann das Seramis.
Bei der letzten Pflanzkiste habe ich bemerkt, dass auf dem Seramis teilweise Algen wuchsen. Außerdem zieht sich das gesamte Zeug bis zur obersten Schicht mit Wasser voll, sodass es oben immer feucht und die Verdunstung sehr groß ist.
Daher legte ich ganz oben noch eine dünne Schicht Steine auf. Das Ergebnis war dann der Zwischenstand im letzten Aquaponik-Post.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Seramisschicht ein wenig zu dünn war, sodass sich teilweise freies Wasser an der Oberfläche sammelte.
Da ich der Meinung bin, dass die Filteroberfläche durchaus groß genug sein müsste, habe ich einfach noch kleine Steine (ca. 8mm) aufgefüllt.
Anschließend habe ich auch gleich noch etwas gesät, direkt zwischen die Steine.

Das vorläufige Endergebnis.
 
Im Vergleich zu der größeren Kiste haben wir doch schon einen Platzgewinn.

Kleine Triebe.
Zu guter Letzt noch ein Detailfoto der sprießenden Pflänzchen. Es handelt sich um Mangold.

Leider glaube ich nicht, dass wir noch viel davon haben werden, denn die Tage der Aquaponikanlage sind leider gezählt. Demnächst wird es in unserer Wohnung Renovierungsarbeiten geben in deren Zuge wir unsere Küchenzeile und auch die Anlage entfernen müssen.
Trotzdem fand ich es trist, wenn nicht wenigsten etwas beim Wachsen beobachtet werden kann.

Ich weiß noch gar nicht so genau, was ich mit den Fischen mache; sie brauchen es ja warm und wir werden Stromlos sein. Naja, kommt Zeit, kommt Rat.


Viele Grüße und achtet auf die Haie!

Sonntag, 12. Januar 2014

Kleine Kiste, kurzer Post

Nachdem ich gestern endlich anfangen konnte, die Aquaponikanlage um zubauen, habe ich heute weiter gemacht. Allerdings habe ich deutlich zu spät angefangen, sodass ich noch immer nicht fertig bin und die Anlage zum zweiten Tag in Folge nicht gefiltert wird. Ich habe aber in der Zwischenzeit auch das Füttern eingestellt und das Wasser sieht gut aus.
Heute waren wir bei den Eltern von Frau Shark, was immer ein paar Stunden Autofahrt einschließt, und als wir am Abend wieder zu Hause waren, haben wir erst noch einen Film gesehen: The Help. Ich kannte ihn vorher nicht, aber Frau Shark hatte das Buch gelesen. In dem Film geht es um den Rassenkonflikt in den Südstaaten Mitte des 20sten Jahrhunderts. Eigentlich bin ich kein sonderlich großer Fan von Dramen - erstrecht nicht, da ich heute schon bei Frau Sharks Eltern war ;) - aber dieser Film war dann doch so gut, dass ich erst danach in die Küche bin und an der Anlage gebastelt habe. Ich kann ihn also jedem empfehlen, der einen Anlass zur Prokrastination sucht.
So, und nun noch ein kurzes Bild vom Zwischenstand. Demnächst gibt es einen ausführlicheren Bericht.
Bis dahin: Achtet auf die Haie!

Samstag, 11. Januar 2014

DingelDingelDingel!

Es ist aber auch zum verrückt werden. Heute kam das Stoffpaket an, mit dem ich die "Kaninchen"-Ärmel noch retten wollte. Der Stoff ist hellblau. Hellblau! HELLBLAU! An und für sich sieht er ganz gut aus, aber trotzdem ist es nicht der Stoff, den ich bestellt hatte. Hach. Ich behalt ihn trotzdem, irgendwas lässt sich schon daraus zaubern.
Und auf der Suche nach dem richtigen Stoff bin ich heute hierüber gestolpert: Tante Ema. Wir hier sind wirklich große Freunde von Erdbeerinchen Erdbeerfee (auch wenn der kleine Unsinn noch zu klein dafür ist und der große Unsinn dann doch nicht so ganz damit warm wird,.. Aber manchmal sind wir Eltern auch schlimme Diktatoren, die einfach bestimmen, dass jetzt Erdbeerinchen-Zeit ist ;) ). Jedenfalls, dieser Stoff schreit förmlich nach einer Erdbeerinchen-Interpretation. Aber das erst zum Sommer.

Hier und heute wird übrigens nicht mehr genäht, den Stuhlbezug möchte ich Montag oder Dienstag dann doch allein fertig machen und falls die Stoffsuche nun wirklich ohne Erfolg bleibt, wird es eben ein Kurzarmkleid. So. Beschlossen. Morgen steht ein anderes Abenteuer bevor. Wir fahren zu meinen Eltern, das wird lustig.

Und Herr Shark bastelt und raschelt und rumpelt gerade in der Küche. Er tauscht das Pflanzbecken aus. Ich trauere dem großen ja schon etwas hinter her, aber manchmal siegt eben doch die Vernunft.

Daher gehe ich jetzt auch ins Bett. Der Wecker klingelt morgen mehr oder minder mitten in der Nacht, da will ich nicht völlig komatös sein.

Ach, aber eins noch: Am Tropfstein tut sich was. Bisher sind minimale weiße Spuren zu erkennen. Und am Waldbaum waren wir auch noch mal schauen, die Äpfel wurden nun restlos aufgegessen, die Orangen je nach Position auch und die Kartoffeln wurden nach wie vor nicht mal angerührt. Huch, das waren sogar zwei Informationen. Umso besser.
In diesem Sinne. Achtet auf die Haie.

Freitag, 10. Januar 2014

Kunterbunter Mischmaschpost

Hier ist irgendwie nichts los, wir kommen zu nichts. Aber irgendwie ist auch eine Menge los, heute hat mir die Postfrau endlich mein ersehntes Stoff-Paket gebracht. Drinnen war grüner Sweat, buntes Jersey und Gruselbaumwollstoff. Leider kam alles etwas spät an, dazu entsprechen die Farben nicht so ganz meinen Vorstellungen, naja. (Deswegen bestell ich Stoff nicht so gern im Internet, irgendwie hauen dann die Farben immer nicht so hin..)
Und es gibt Neuigkeiten vom Fischtank. Eines der beiden Nester hat sich aufgelöst. Leider war es das, auf welches wir größere Hoffnung gelegt hatten. Nun ja. Der Tropfstein tropft nach wie vor und ist auch immer noch kein Stein geworden.
Die kleine Pflanzkiste im Aquaponiksystem steht auch noch nicht, da Herr Shark spontan länger ernsthaft arbeiten musste,... manchmal laufen die Dinge einfach nicht wie man es plant.

Aber: wir sind ja Freunde der phantasievollen Unterhaltung. Und so lebt seit gestern Abend der Riesenfisch "Erwin" in unserer ganz eigenen Märchenwelt und ich bin seitdem fleißig am tippen. Erwin rettet nämlich den kleinen Jungen aus dem Wald und zeigt ihm später eine geheimnisvolle Unterwasserhöhle. Ja und der große Unsinn hat gefragt, ob wir die Geschichte nicht richtig aufschreiben können. Also tippe ich derzeit nicht am Blog, sondern an Erwin.Vielleicht veröffentliche ich hier ja einen kleinen Teil, mal schauen.

So, ich werde jetzt an "Erwin" weiter tippen. Und warte auf Herrn Sharks Heimkehr, der holt nämlich gerade Burger. :D

In diesem Sinne. Achtet auf die Haie.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Neue Box, neues Glück

Ich war also tatsächlich noch im Baumarkt. Ihr habt vielleicht gelesen, dass der kleinere Unsinn heute einen UMfall hatte, aber während Frau Shark das Abendbrot gejagt hat, war ich mit dem größeren Unsinn eine neue Box kaufen.
Heute Abend habe ich dann wieder ein Loch für den Abfluss reingeschnitten und ein Rohrstück mit Silikon eingeklebt. Dieses Mal hat es viel besser geklappt. Bei der alten Box gab es nämlich einen Riss im Plastik, und dann ist es gesplittert, sodass das Loch unförmig und um einiges größer als das Rohr war. Heute lief alles super und ich bin guter Dinge, morgen endlich die Umstellung auf das kleinere Pflanzbecken machen zu können. Trotzdem war es ein ziemlicher Aufwand, ich habe nämlich keine von diesen "Silikonpistolen". Habt ihr mal versucht, Kartuschen ohne solch ein Gerät zu leeren? Aha, und das mit gutem Grund.

Und dann gibt es noch Neuigkeiten aus dem Fischtank: Die Barsche haben zwei Gelege an die Wände geklebt. Allerdings ist meine Hoffnung auf Fischnachwuchs eher gering, denn wir haben schon früher Eier gesehen, die sich aber bislang nie entwickelt haben...


Außerdem habe ich heute Abend nach dem Tropfstein geschaut, aber es ist noch nichts passiert:
Tropfsteinexperiment nach 1 Tag

 Es tropft zwar, aber ohne Stein.

Viele Grüße und achtet auf die Haie!

Dienstag, 7. Januar 2014

(K)ein aquaponisches KLEINod.

Tja, der Titel sagt es ja schon. Heute hat es wieder nicht mit der Verkleinerung der Anlage geklappt. Trotzdem kläre ich jetzt erstmal das "Warum überhaupt?". Der Grund ist schlicht und unspektakulär: Unsere Küche ist einfach zu klein. Irgendwie fehlt uns der Platz, den das Pflanzbecken einnimmt und daher soll es wenigstens etwas verkleinert werden. Für die Küchenlandwirtschaft ist das auch kein großer Verlust, da der endgültige Erfolg bei der Gurkenzucht doch ausgeblieben ist. Manchmal habe ich das ernste Gefühl, ein wirklich schlechter Gärtner zu sein. Im Moment ist das Pflanzbecken sogar brach, es ist also eine gute Gelegenheit.
Heute ergab sich allerdings das Problem, dass der Behälter, den ich stattdessen benutzen wollte, im Bereich des Abflusses undicht ist. Ich denke aufgrund der Verklebung und eines Risses im Kunststoff nicht, dass ich das Leck abgedichtet bekomme. Gut, dass ich es vorher getestet habe. Wir hatten schonmal eine Überschwemmung mit Auswirkung auf die unter uns Wohnenden.
Vielleicht habe ich ja morgen in der Mittagspause Zeit, um in den nahe, Baumarkt zu gehen und mal nach Boxen zu schauen. Dort machen sie gerade Ausverkauf und ich hoffe auf ein Schnäppchen.

------> Jetzt folgt eine längliche Kostenaufstellung für ein einfaches System. Etwas für Enthusiasten. Wenn es nicht interessiert - einfach runter scrollen! ;)

Wo wir schon beim Thema Schnäppchen und Geld sind: Aquaponik ist ein Hobby, dass nicht allzu viel kosten muss. Ich finde das schon wichtig. Einerseits ist es dem Partner natürlich um Welten leichter zu vermitteln, dass man jetzt selbst in der Küche Fische züchten möchte, wenn es nicht ganz so viel kostet. Andererseits finde ich auch gerade das "mit-wenig-viel-Erreichen" einen besonderen Reiz hat. Für mich persönlich ist das auch ein Teil von Aquaponik - wenn ich sehr viel Geld ausgeben muss, wird es in Hinblick auf die Fisch- und Gemüsepreise im Supermarkt einfach zu absurd, das selbst zu machen. Sicher gibt es noch die Biofraktion. Man will schließlich wissen, was da im eigenen Essen drin ist. Klar. Aber ehrlich gesagt macht das die Sache doch auch nicht besser. Und außerdem ernährt sich wahrscheinlich so ziemlich genau niemand ausschließlich von Produkten aus eigenem Anbau...
Aber wieviel Geld hat es denn nun gekostet? Der Fischtank in der Küche hat 12Euro gekostet, wobei ich allerdings sagen muss, dass es der zweite ist. Zunächst hatte ich einen etwas kleineren für 6Euro aus dem Angebot, welcher dann aber als Fischbecken in unserer zweiten Anlage auf dem Balkon weiter genutzt wurde. Das Pflanzbecken in der Küche kam auch 6 Euro. Auf dem Balkon tut es ein Pflanzkasten vom Sperrmüll. Die Aquarienpumpe sowie -heizung hatte ich noch rumliegen. Dazu kam noch eine Luftpumpe für etwa 15Euro und nochmal Schlauch für insgesamt so 5Euro. In der Küche habe ich hauptsächlich Seramis als Substrat, was mit etwa 22Euro ziemlich zu Buche schlug, aber auf dem Balkon benutze ich Kies für knapp 3 Euro, der für die Pflanzen sogar besser zu funktionieren scheint. Achja, die Balkonpumpe. Das ist die günstigste Solar-Springbrunnenpumpe, die ich im Netz finden konnte. Ein wahres Qualitätsprodukt, aber sie tut was sie soll. Ich glaube sie kam so etwa 7Euro, wenn ich nicht irre.
Demnach hat die Küchenanlage zusammen etwa 60Euro gekostet. Dabei muss man allerdings sagen, dass ich ja Pumpe und Heizung noch hatte. Nicht eben umsonst, aber auch noch nicht zu teuer.
Die Balkonanlage war dagegen so richtig billig: 16Euro. Super.

Der Fischbesatz ist da natürlich noch nicht drin, aber meiner Erfahrung nach kosten geeignete Jungfische etwa 3 Euro jeweils. Für Anlagen ohne Heizung, wie meine auf dem Balkon, bieten sich speziell Karpfen und andere Kaltwasserfische an. Ich hatte Spiegelkarpfen aus dem Tierladen für 2,60Euro gekauft. Demnach ist es möglich, schon für etwa 25 Euro eine kleine Sommeranlage mit ein paar Fischen und wahrscheinlich auch schon Saatgut zu bauen. Toll, die meisten anderen Hobbys sind weniger nützlich und deutlich preisintensiver.

------> Jetzt gehts weiter im Text; der Kostenteil ist für dieses Post vorbei.

Also, wo war ich?! Achja, das kleinere Gefäß. Ich berichte morgen.

Heute kommt noch etwas, was auch in den "Schlechtwetter-Aktivitäten"-Katalog kommen könnte:
das Tropfsteinexperiment.
Wir hatten es schonmal gemacht, da wurde es aber nur so einiger Maßen etwas. Hoffentlich klappt es diesmal besser. Aber was ist es denn nun?
Man nehme zwei leere Flaschen, heißes Wasser, etwas Küchennatron und einen dicken Wollfaden. Das Natron löst man im Wasser und füllt es in die Flaschen, zwischen denen man im Anschluss mit dem Wollfaden eine durchhängende Brücke "spannt". Fertig, nun heißt es ein paar Tage abwarten.
So sieht es aus, wenn es fertig aufgebaut ist:
Tropfsteinexperiment nach 0 Tagen ;)
Ich hatte leider vergessen das Foto sofort zu machen, daher habe ich das nachgeholt, als ich vorhin mit Frau Shark nochmal beim großen Unsinn nach dem Rechten geschaut habe. Dort steht das Experiment nämlich. Man beachte die wunderschöne Tropfenfangschüssel. Hier wohnen Ästheten.
In den nächsten Tagen werde ich den Fortschritt dokumentieren.

So, das war es für heute erstmal.
Viele Grüße und achtet auf die Haie!

Samstag, 4. Januar 2014

Aqua-was?

...Aquaponik! Fast alle Menschen, die ich so treffe, haben das Wort noch nie gehört. Ich kenne es auch erst seit etwa einem Jahr.
Ich werde hier mal eine kleine Erklärung darüber posten, da es ja doch ein Hauptthema sein soll.

Grundsätzlich ist Aquaponik die Kombination von (Speise-)Fischzucht und (Speise-)Pflanzenanbau. Das Besondere ist, dass die Pflanzen in einem nährstofflosen Substrat, also z.B. zwischen Steinchen oder auch einfach im Wasser wachsen, ohne gedüngt zu werden. Das übernehmen die Fische für einen und es funktioniert wie folgt:

Zunächst hat man mal ein hinreichend großes Fischbecken. Das Wasser dieses Beckens pumpt man nun in einen zweiten Behälter, der den Pflanzen als Wurzelraum dient und dann wieder zurück in das Fischbecken.
Auf diese Weise düngen die Fischausscheidungen die Pflanzen, während sich für die Fische der positive Aspekt des Wasserfiltrierens durch die Pflanzen ergibt.
Dann kann man noch viele Abwandlungen und Ergänzungen usw. einbauen, die das ganze Hobby komplizierter machen. Insgesamt ergibt sich eine gute Nährstoffsituation für die Pflanzen und eine gute Wasserqualität für die Fische, sodass die Speisefischzucht mit sehr wenig Wasser im Vergleich zu konventionellen Zuchtformen möglich wird.

Ich für meinen Teil bin vor etwa einem 3/4 Jahr angetreten ein möglichst simples System zu starten. Es bestand aus einer großen Plastikbox, die eine tote Ecke in unserer Küche ausfüllte, einer alten Aquarienpumpe und einer dieser Kunststoff-Unterbettkommoden. Ja, richtig, einer flachen Plastikbox.
Nicht zu vergessen ein wenig Schlauch und ein aus Pfandflaschen improvisiertes Rohr. Sicher könnt ihr euch vorstellen, wie begeistert Frau Shark davon war ("..Oh ja, wir züchten Fische in einer Platikkiste in der Küche... Wie schön....").
 Später kam noch ein weiterer kleiner Eimer hinzu, in dem die Fischausscheidungen gesammelt werden, um die Reinigung zu vereinfachen.
Also, das Wasser fließt vom Fischtank in den Eimer in das Pflanzbecken (das sich über dem Fischbehälter befindet) zurück in den Fischtank.
Der Filter (also das Pflanzbecken) wird umso effektiver, desto mehr Oberfläche für die Ansiedlung verschiedener Bakterien vorhanden ist. Ein poröses Substrat kann hier also nicht schaden. Ich habe mich für Blähton entschieden, und zwar den kleinen. Nicht diese größeren Bälle. In meinem Fall Seramis für Zimmerpflanzen. Wenn die Pflanzen einigermaßen wachsen, sieht das Ganze auch gar nicht mal so schlimm aus... Jedenfalls steht nun sogar Frau Shark hinter "Aquaponik". :)
Auf dem Bild sieht man außerdem noch unser liebstes Küchengerät: die Kaffeemaschine.

Und was für Fische leben in der Anlage? Der Besatz ist soeine Sache. Natürlich sind die verschiedensten Fischsorten möglich, selbstverständlich auch Zierfische. Mir ging es allerdings um Speisefische, darauf zielt Aquaponik ja schließlich auch ab. Jam-Jam.
Die Fischauswahl und andere Aspekte der Aquaponik werde ich aber in einzelnen Posts näher beschreiben. Für den Moment reicht: Ich habe Marienbuntbarsche.

Soweit zur groben Vorstellung des Themas. War das konfus. Es folgen wie gesagt weitere Posts, in denen ich auf einzelne Teilthemen eingehe. Ich hoffe dann wird es geordneter ;)

Viele Grüße und achtet auf die Haie!